Welche Komponenten ein Server braucht & wie die Installation Schritt für Schritt abläuft
Die Komponenten
Du verstehst, was ein Server braucht, damit WordPress läuft
Die Reihenfolge
Du kennst die 6 Installationsschritte in der richtigen Abfolge
FTP-Upload
Du kannst Dateien herunterladen, entpacken und per FTP hochladen
Eine WordPress-Seite läuft nicht einfach „im Internet" – dahinter steckt ein Server, auf dem mehrere Programme zusammenspielen. Damit das nicht abstrakt bleibt: Stell dir vor, du eröffnest ein Restaurant. Genau dieselben Bausteine brauchst du auch, damit WordPress gehostet werden kann.
Diese fünf Bausteine bilden zusammen die typische Grundlage für WordPress. Profis nennen die Kombination aus Linux, Apache, MySQL und PHP auch den „LAMP-Stack".
Ein Computer, der rund um die Uhr läuft und über das Internet erreichbar ist. Meist mit Linux als Betriebssystem. Das bekommst du bei einem Hosting-Anbieter – du mietest dort Speicher und Rechenleistung.
Das Programm, das Anfragen aus dem Browser entgegennimmt und die fertige Seite zurückschickt. Ohne Webserver kommt keine Anfrage an WordPress an. Bekannte Vertreter: Apache und Nginx.
WordPress ist in PHP geschrieben. Der Server muss PHP „verstehen", um den Code auszuführen – also Beiträge laden, Benutzer prüfen, Seiten zusammenbauen. Empfohlen wird eine aktuelle Version (PHP 8+).
Hier speichert WordPress alle Inhalte: Beiträge, Seiten, Kommentare, Benutzer und Einstellungen. Die Dateien allein enthalten keine Inhalte – die liegen in der Datenbank.
Die Adresse, unter der die Seite erreichbar ist – z. B. meine-schule.at. Ein SSL-Zertifikat sorgt zusätzlich für die sichere Verbindung per https:// (das Schloss-Symbol im Browser).
Die Kurzformel: LAMP
Linux + Apache + MySQL + PHP → die Basis für WordPress
Gute Nachricht
Bei den meisten Hosting-Anbietern sind Webserver, PHP und Datenbank bereits vorinstalliert. Bei XAMPP zu Hause genauso – dort hast du das ganze LAMP-Paket mit einem Klick.
„Stell dir vor, du müsstest WordPress morgen auf einem neuen Server installieren." Diese sechs Schritte führen dich zum Ziel – die Reihenfolge ist wichtig:
Achtung: Nur die groben Schritte!
Diese Übersicht zeigt bewusst nur den groben Ablauf, damit du das Prinzip verstehst. Für die genaue, offizielle Schritt-für-Schritt-Anleitung verwende die WordPress-Dokumentation:
developer.wordpress.org · How to install WordPressWordPress herunterladen
Auf wordpress.org/download/ die aktuelle Version laden. Du bekommst eine einzige Datei: wordpress-x.x.zip – ein gepacktes Archiv mit allen WordPress-Dateien.
ZIP-Datei entpacken
Die .zip-Datei auf deinem Computer entpacken (Rechtsklick → „Alle extrahieren"). Heraus kommt ein Ordner wordpress mit vielen Dateien und Unterordnern (wp-admin, wp-content, …).
Datenbank anlegen
Am Server (z. B. über phpMyAdmin oder das Hosting-Panel) eine leere MySQL-Datenbank erstellen und einen Datenbank-Benutzer mit Passwort anlegen. Notiere: Datenbankname, Benutzer, Passwort, Host – die brauchst du gleich in Schritt 5.
Dateien per FTP hochladen
Die entpackten WordPress-Dateien mit einem FTP-Programm (z. B. FileZilla) in den Web-Ordner des Servers übertragen (meist public_html oder web). Mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Installer im Browser starten
Die Domain im Browser aufrufen → der WordPress-Installations-Assistent startet automatisch. Hier gibst du die Datenbankdaten aus Schritt 3 ein. WordPress erstellt daraus die Konfigurationsdatei wp-config.php.
Admin-Konto anlegen & fertig
Seitentitel, Admin-Benutzername, Passwort und E-Mail eingeben → „WordPress installieren" klicken. Danach unter deine-domain.at/wp-admin einloggen – die Seite ist online!
Der rote Faden
Herunterladen → Entpacken → Datenbank → FTP-Upload → Installer → Login
FTP steht für File Transfer Protocol – ein „Protokoll zum Datei-Übertragen". Damit kopierst du Dateien von deinem Computer auf den entfernten Server, fast wie Drag & Drop zwischen zwei Ordnern.
Mit einem FTP-Programm. Am bekanntesten ist FileZilla (kostenlos). Es zeigt zwei Spalten: links dein PC, rechts der Server. Dateien ziehst du einfach von links nach rechts.
Diese 4 Zugangsdaten brauchst du (bekommst du vom Hosting-Anbieter):
Host
Server-Adresse
Benutzer
FTP-Username
Passwort
FTP-Passwort
Port
21 (FTP) / 22 (SFTP)
So läuft der Upload mit FileZilla ab:
FileZilla öffnen, oben die 4 Zugangsdaten eingeben und auf „Verbinden" klicken.
Links (dein PC) zum entpackten wordpress-Ordner navigieren, rechts (Server) zum Web-Verzeichnis (public_html).
Alle WordPress-Dateien markieren und nach rechts ziehen. Der Upload startet – bei vielen kleinen Dateien dauert das ein paar Minuten.
Wenn alle Dateien übertragen sind, geht's weiter mit dem Installer im Browser (Schritt 5).
Häufiger Stolperstein
Lade den Inhalt des wordpress-Ordners hoch, nicht den Ordner selbst. Sonst landet deine Seite unter deine-domain.at/wordpress/ statt direkt unter deine-domain.at/.
Auf dem eigenen Rechner – ideal zum Üben. Kein FTP nötig, du kopierst die Dateien einfach in den htdocs-Ordner.
Auf einem echten Server (z. B. mit dem Panel HestiaCP) – so wie im Abschlussprojekt. Hier brauchst du FTP und eine Domain.
Nächster Schritt: Im Abschlussprojekt (Skriptum 07) installierst du WordPress live auf HestiaCP und erweiterst es mit einem eigenen PHP-Snippet. Dieses Skriptum ist deine Landkarte dafür.